Auf die Probe stellen. Seit zwei Jahren das erste Turnier.

Witzigerweise ziemlich auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Vereinsturnier in der Lembeck steht nun mein erstes Turnier mit Jolly an. Und es ist auch noch die gleiche Aufgabe! Also eigentlich nicht die besten Voraussetzungen – sagt der Kopf. Und der Bauch ist irgendwie auch dagegen. Aber genannt ist genannt – jetzt ziehe ich das auch durch. Ich weiß ja so ungefähr, worauf ich mich eingelassen habe: Lauter schmale U20-Mädels mit perfektem Sitz und turniererfahrenen Pferden. Und ich, die Jolly kaum aussitzen kann, mit den Waden und Händen schlackert, die vor jeder Ecke Sorge hat, dass er glotzt, sich ablenken lässt, vor Schreck zur Seite springt oder die Kiste hebt.

Am Stall sagen alle, „Nimm’s gelassen, hab einfach Spaß dran, es geht doch um nichts.“ Das stimmt ja auch. Aber es ist trotzdem ein blödes Gefühl, sich selbst auf die Probe zu stellen. Prüfungen in der Schule, Uni, Führerschein … mochte ich schließlich auch nicht. Und jetzt mache ich so etwas sogar freiwillig … Aber vorher gibt’s ein Piccolöchen – so viel ist klar!

Aufgabe WB 244 (E1)