Den passenden Reiterhof zu finden, ist relativ einfach, wenn du dir im Vorfeld bewusst machst, was du möchtest: Schnellstmöglich (wieder) an Turnieren teilnehmen? Als Freizeitreiter mit einem Pferd möglichst oft in der näheren Umgebung ausreiten? Mit Gleichaltrigen in der Abteilung reiten? Oder möchtest du eigentlich viel lieber Westernreiten?
Mittlerweile haben viele Reitställe die „Wiedereinsteiger“ als interessante Zielgruppe erkannt und ihr Reit-Angebot entsprechend erweitert. Stunden zu arbeitnehmerfreundlichen Zeiten, mit Gleichgesinnten in entspannter Atmosphäre … Über das Internet findest du bestimmt etliche Höfe in deiner Umgebung. Stöbere einfach mal auf deren Homepage. So kannst du am besten herausfinden, ob es sich um einen Turnierstall, eine Reitschule für jedermann oder einen reinen Ponyhof handelt. Es gibt auch Reiterhöfe, die sich allein auf Wiedereinsteiger spezialisiert haben.
Suche dir die Reiterhöfe aus, die dir sympathisch erscheinen und besuche sie. Denn einen richtigen Eindruck bekommst du nur, wenn du dir ein eigenes, reales Bild gemacht hast.
Dabei kannst du dir im Vorhinein ein paar Stichpunkte im Kopf notieren, auf die du achten möchtest:
Sind die Boxen groß genug? Ist es hell und sauber (dabei ist die Rede nicht von „staubfrei“!)? Machen die Pferde und Ponys einen guten, gesunden Eindruck? Gibt es Auslaufmöglichkeiten und Weideflächen?
Nutze die Möglichkeit, bei verschiedenen Reitstunden zuzuschauen: Wie gehen die Reitlehrer mit den Schülern um? Ist es eine Massenabfertigung oder wird auf jeden Schüler eingegangen? Wie sind die Reitstunden gestaltet?
Und vielleicht ist es dir auch nicht ganz unwichtig, wie die „anderen“ Reitschüler so sind. Laufen sie vielleicht alle in Turnier-Outfits herum? Wirst du freundlich und offen begrüßt oder eher abweisend behandelt? Vielleicht findest du auch jemanden, der dich herumführt und dir die Ställe, Weiden, Reitplätze, Sattelkammer(n) oder – sofern es eins gibt – das „Reiterstübchen“ zeigt.
Höre dabei auf deinen Bauch, wenn du einen Reiterhof besuchst. Und falls du dich wohl fühlst, vereinbarst du einfach mal eine Probestunde.
Natürlich können sich An- und Absichten im Laufe der Zeit ändern. Oder aber, du merkst, dass der angebotene Unterricht dir eigentlich nicht reicht. Dann solltest du dir ggf. Gedanken über einen Wechsel des Reiterhofs machen.
